Wirtschaftliche Auswirkungen der EU-CSDD unter Berücksichtigung des Omnibus-Prozesses – CIDSE

Ökonomische Auswirkungen der EU-CSDD unter Berücksichtigung des Omnibus-Prozesses

Studie zum wirtschaftlichen Nutzen der EU-Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitssorgfaltspflicht (CSDDD)


Autoren:
Johannes Jäger
Gonzalo Durán
Lukas Schmidt
Vincenzo Maccarrone
Benjamin Sáez

September 2025

Dieser Studie unter der Leitung von Prof. Johannes Jäger enthüllt starke Belege dafür, dass die EU-Richtlinie zur Sorgfaltspflicht gegenüber Unternehmen in Bezug auf die Nachhaltigkeit (CSDDD) erhebliche wirtschaftliche Vorteile für Europa und darüber hinaus bringen wird.
Dies zeigt, dass die EU-Richtlinie nicht nur ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen, insbesondere in den Entwicklungsländern, ist, sondern auch ein Motor für langfristigen wirtschaftlichen Wohlstand.
Durch die Schaffung nachhaltigerer und gerechterer Rahmenbedingungen für europäische Unternehmen stärkt die CSDDD Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, ohne ethische Standards zu opfern.


Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:

  • Positive wirtschaftliche Wohlfahrtseffekte: Durch die Reduzierung von Menschenrechtsverletzungen verbessert das CSDDD direkt das wirtschaftliche Wohlergehen, was insbesondere Arbeitnehmern und Gemeinschaften in den Entwicklungsländern erhebliche Vorteile bringt.
  • Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit: Die Richtlinie fördert zukunftsorientierte Spezialisierungsmuster, die sich von ausbeuterischen Praktiken abwenden, dynamische Gewinne auf Unternehmensebene erzielen und positive Spillover-Effekte für die Gesamtwirtschaft erzeugen.
  • Grundlage für globale Standards: Die CSDDD stellt einen entscheidenden Schritt hin zu verbindlichen internationalen Sozial- und Umweltvorschriften dar, die sowohl den weltweiten Schutz der Menschenrechte als auch die langfristige Wirtschaftsleistung Europas verbessern werden.
  • Risiken einer Schwächung der Richtlinie: Versuche, durch eine Verwässerung der CSDDD die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und den bürokratischen Aufwand zu reduzieren, werden voraussichtlich scheitern. Solche Änderungen würden ihre Wirksamkeit untergraben, Kosten ohne echten Nutzen verursachen und europäische Unternehmen weiterhin dem unlauteren Wettbewerb ausländischer Unternehmen aussetzen, die Sozial- und Umweltdumping betreiben.

Das Dokument fordert eine stabiler und zukunftsorientierter politischer Rahmen die Industriepolitik und makroökonomisches Management mit Menschenrechten und Umweltprioritäten in Einklang bringt. Die CSDDD, so der Bericht, ist ein Mittelsäule bei der Verwirklichung dieser Vision.


Zusätzliche Informationen

  • Die Studie wird von Arbeiterkammer Wien, CIDSE, EGB, Misereor, Ver.di und anderen Organisationen herausgegeben.
  • Der offizielle Startschuss für die Studie fiel auf eine Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel am 29. September 2025, Gastgeberin ist die Europaabgeordnete Anna Cavazinni.
  • Pressemitteilung, 29 September 2025

Kontakt

  • Johannes Jäger, Professor und Leiter der Abteilung Volkswirtschaftslehre, Fachhochschule des BFI Wien, (Johannes.Jaeger(at)fh-vie.ac.at)
  • Susana Hernández Torres, Corporate Regulation Officer, CIDSE (hernandez(at)cidse.org)

Titelbild: Frachtschiff mit Containern in Vietnam. Bildnachweis: Nathan Cima / Unsplash.

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