CIDSE und seine Mitglieder schriftlicher Beitrag zum Vorschlag des Vorsitzenden und Berichterstatters, ausgewählte Bestimmungen der Artikel 4 bis 11 des aktualisierten Entwurfs des rechtsverbindlichen Instruments der Vereinten Nationen (UN) über Wirtschaft und Menschenrechte neu zu fassen.
Der Prozess hin zu einem rechtsverbindlichen UN-Instrument (LBI) über transnationale Konzerne (TNCs) und andere Wirtschaftsunternehmen im Hinblick auf die Menschenrechte stellt einen Meilenstein dar, um bestehende Lücken in der Governance und im Rechtsbereich bei der Regulierung von TNCs und anderen Unternehmensformen zu schließen. Mehr als zehn Jahre nach Verabschiedung der Resolution 26/9 des Menschenrechtsrats zur Einrichtung einer offenen intergouvernementalen Arbeitsgruppe (OEIGWG) bleibt dieser Prozess der Vereinten Nationen ein entscheidender Weg zur Rechenschaftspflicht von Unternehmen, insbesondere gegenüber Opfern und betroffenen Gemeinschaften. Die aktuelle Verhandlungsphase, einschließlich des vom Vorsitzenden und Berichterstatter vorgeschlagenen Neuentwurfs ausgewählter Bestimmungen der Artikel 4 bis 11, bietet eine wichtige Gelegenheit, die Rechtsklarheit, Kohärenz und Effektivität zu verbessern. und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Instrument den Realitäten der Opfer und der von den Geschäftstätigkeiten der Unternehmen betroffenen Gemeinschaften angemessen Rechnung trägt.
Angesichts ihres langjährigen Engagements für die Förderung der Menschenwürde, der sozialen Gerechtigkeit und des Schutzes unseres gemeinsamen Planeten messen CIDSE und seine Mitglieder dem LBI-Prozess eine herausragende Bedeutung bei. Unser breites Netzwerk von Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden ist immer wieder mit den menschlichen und ökologischen Folgen unverantwortlichen unternehmerischen Handelns konfrontiert. Für uns ist es daher nicht nur eine rein formaljuristische Angelegenheit, sondern eine moralische Verpflichtung sicherzustellen, dass wirtschaftliche Aktivitäten den Menschen und dem Planeten dienen und dass die von Unternehmensmissbrauch Geschädigten Zugang zu wirksamer Prävention, Gerechtigkeit und Rechtsbehelfen haben.
In diesem Kontext und im Geiste eines konstruktiven Dialogs haben CIDSE und seine Mitglieder kürzlich einen schriftlicher Beitrag zu den Artikeln 4-11 als Reaktion auf den Vorschlag des Vorsitzenden Berichterstatters zur Überarbeitung ausgewählter Bestimmungen.
Wir begrüßen auch das umfassende und substanzielle Engagement des Vorsitzenden und Berichterstatters, wie es sich in der Ankündigung widerspiegelt. Im Vorfeld der 12. Sitzung sollen in Genf drei thematische Konsultationen zwischen den Sitzungen stattfinden.th Sitzung der OEIGWG im Oktober 2026Diese Konsultationen sind unerlässlich, um einen sinnvollen Dialog zwischen Staaten, Zivilgesellschaft und betroffenen Gemeinschaften zu fördern, die alle stets im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen sollten.
CIDSE und seine Mitglieder unterstreichen die Bedeutung dieser Konsultationen, um die Konvergenz zu vertiefen, einen Konsens zu erzielen und sicherzustellen, dass die Bestimmungen des aktualisierten Entwurfs, die diskutiert werden, die Fähigkeit des rechtlich verbindlichen Instruments stärken, den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Nächste Schritte
- 7-8 April 2026Die erste thematische Konsultation zwischen den Sitzungsperioden konzentrierte sich auf die Artikel 12 bis 24.
- 9-10 April 2026Zweite thematische Konsultation zwischen den Sitzungen mit Schwerpunkt auf: Artikel 1 (Begriffsbestimmungen), Artikel 2 (Zweckbestimmung) und Artikel 3 (Anwendungsbereich).
- 21-22 Juli 2026Dritte thematische Konsultation zwischen den Sitzungen, Schwerpunkt: Artikel 3 (Geltungsbereich – falls mehr Zeit benötigt wird), Präambel und ein allgemeiner Überblick über den Text und das weitere Vorgehen.
- 19. - 23. Oktober 2026 : 1 2th Sitzung der OEIGWG
CIDSE-Kontakt: Susana Hernández Torres, Corporate Regulation Officer, CIDSE (hernandez(at)cidse.org)
Weitere Informationen: verfügbar auf der Webseite des UN-Menschenrechtsrats.
Titelbild: CIDSE-Delegation um 11 Uhrth Sitzung der OEIGWG, Genf 2025. Bildnachweis: CIDSE

