Unternehmensverantwortung und Rohstoffabbau

Unternehmen zu erlauben, ihre eigenen Regeln aufzustellen, bedeutet, die Verbindung von Geld und Macht zu stärken. Die Auswirkungen der Aktivitäten transnationaler Unternehmen müssen geregelt werden, um Leben, Menschenwürde und die Autonomie der davon betroffenen Bevölkerung zu schützen.

Das eigennützige, einzig auf finanziellen Gewinn ausgerichtete Verhalten von Unternehmen zeigt sich am direktesten in der Bergbauindustrie. Es wird aber auch sichtbar in unseren anderen Arbeitsbereichen, wo es um Land Grabbing für industrielle Landwirtschaft, die CO2-Belastung und den Klimawandel oder ungerechte Ernährungssysteme geht. Wir reagieren auf diese systemischen Überschneidungen mit kohärenten politischen Positionen.

CIDSE nutzt die Ressourcen seines internationalen Netzwerks, um Prozesse der internationalen und nationalen Gesetzgebung zu beeinflussen, welche die Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichten. Wir setzen uns für verbindliche Abkommen ein – für ein international rechtsverbindliches Instrument zur Regelung der Aktivitäten von transnationalen Konzernen und anderen Wirtschaftsunternehmen, wie es derzeit vor der UNO verhandelt wird. Unsere Mitglieder setzen sich in ihren Ländern für eine Gesetzgebung ein, welche die nationalen Unternehmen zur Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte und der Umwelt verpflichtet.

CIDSE nimmt an Treffen wie dem Thematischen Sozialforum (TSF) teil, in denen sich Basisbewegungen organisieren. Indem sie sich über ihre lokalen Probleme und Kämpfe austauschen, erkennen sie das Gemeinsame und Systemische der Ungerechtigkeiten unter denen sie leiden. Ihre Sichtweisen prägen unser Engagement, und wir unterstützen ihre Teilnahme an den von uns angestrebten internationalen und nationalen Gesetzgebungsprozessen.

Senior Advisor
Denise Auclair
Beauftragte Unternehmensverantwortung und Rohstoffabbau
Sylvia Obregon